
Nachdem er letztes Jahr eher zufällig den 3. Platz in der Altersklasse „Reife Früchte“ im German Cycling Cup einfahren konnte, war wohl schnell klar es geht noch besser. Und so fuhr er von Rennen zu Rennen, von Nord nach Süd, von Ost nach West, von April bis Oktober,– Henry war bei fast allen der 10 Rennen vom GCC anwesend und sehr oft auf dem Podium. Ob beim Lausitzcup oder zur WM in Polen, ob Zeitfahren, Bergfahren oder sprinten, Henry stellte sich allen Herausforderungen des Straßenradsports mit Bravour. Das Ganze hat er so toll gemacht, dass er nun also als Gesamtführender letztes Wochenende nach Bad Dürrheim fuhr.
Damit Henrys Nervenkostüm nicht überstrapaziert wurde sorgte er im Vorfeld für Beruhigung und bat Tilo als sein Edelhelfer zu fungieren. Gesagt, getan fuhren die Beiden also letzten Donnerstag ins Baden-Württembergische um am Freitag das erste von drei Rennen am Wochenende zu bestreiten. Im Zeitfahren über 16km – Henrys Lieblingsdisziplin - konnte er nicht ganz sein gestecktes Ziel erreichen, doch war es mit Platz 5 ein super Start ins Wochenende.

Nachdem die Wunden gesäubert, die Prellungen gekühlt und die verloren Körner wieder aufgefüllt waren konnte der Sonntag kommen. Erneut ein Rundstreckenrennen über 100km galt es zu bewältigen. Auch die Höhenmeter waren etwas weniger als am Vortag und dadurch der gefahrene Schnitt schneller. Das kam Henry entgegen, konnte er sich im Feld gut positionieren und stets aufmerksam fahren. Alle Startnummern der Kontrahenten waren fein säuberlich auf dem Oberrohr notiert und somit wussten beide Picardellics genau auf wen sie aufpassen mussten. Die ersten beiden Plätze waren vorn schon vergeben, doch Platz drei war noch zu haben. Und genau mit diesem Wissen ging Henry in den letzten Anstieg mit max 16% auf die letzten 10km. Er konnte sich im Feld gut positionieren und sicherte sich im Sprint mit 4 Sekunden Vorsprung auf den nächsten Verfolger Platz 3 in seiner Altersklasse.
